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Beziehungsvolle Pflege in der Einrichtung: Das Wickeln als qualitätsvolle Zeit im Alltag. Bildungssituationen im Alltag gestalten

Bei der Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse, wie z. B. Windeln wechseln, waschen, anziehen, werden die jungen Kinder eingeladen mit zu agieren und zu kooperieren. Entsprechend ihren Fähigkeiten gestalten sie die Situationen mit und erleben, dass der Erwachsene Interesse an ihnen hat. Wie das Kind angefasst und berührt, wie es angesprochen und zur Kooperation eingeladen wird, hat Wirkung auf sein positives Selbstbild. Eine gute Beziehung zu den betreuenden Fachkräften kann sich entwickeln, ein Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit. Von dieser sicheren Basis aus gehend ist das junge Kind offen und interessiert für das Erkunden der Welt.
Anhand von Filmen, Beispielen und Erfahrungen werden Einblicke in die Pikler Pädagogik gegeben. Emmi Pikler ist vor allem der Frage nachgegangen, wie der pädagogische Alltag gestaltet werden kann, um den Bedürfnissen und Interessen der jungen Kinder in der Betreuung mit mehreren Kindern gerecht zu werden.

Durch die Teilnahme
erfahren Sie Hintergründe und Prinzipien der achtsamen beziehungsvollen Pflege
lernen Sie die Voraussetzungen und geeignete Bedingungen für die beziehungsvolle Pflege kennen
erarbeiten Sie Möglichkeiten der unterstützenden vorbereiteten Umgebung und der Abläufe
analysieren Sie Kriterien der beziehungsvollen Pflege in Bezug auf Vertrauen, Ko-konstruktion
erarbeiten Sie die Bildungsaspekte dieser reichhaltigen Beziehungsarbeit und Ideen sie im Alltag zu integrieren
lernen Sie, die Pflegesituationen als Bildungsprozess sichtbar zu machen, zu beschreiben und analysieren
erfahren Sie welche Möglichkeiten sich bieten, Sprachanlässe in der Pflege zu schaffen, und wie diese gestalten werden können
lernen Sie die Wirkung der Pflege auf das freie Spiel und das Wohlergehen des Kindes in der Gruppe im weiteren Tagesverlauf kennen.

Theoretische Grundlagen/Bildungsplan
- Pikler-Pädagogik
- Bildungsplan: Kinder in ihrer Entwicklung der körperbezogenen Kompetenzen und ihres Selbstbildes stärken; Lebenspraktische Alltagskompetenzen stärken und Mitwirkungsmöglichkeiten entdecken