Mathe-Kings und -Queens im Kinderhaus
Die meisten Erwachsenen erinnern sich nur ungern an ihren Mathematikunterricht. Der war langweilig, zu kompliziert und hatte oft nichts mit dem Leben zu tun. Im Kinderhaus haben Kinder zwischen vier und sechs Jahren nun eine ganz andere Erfahrung gesammelt. Eine Ausstellung zum Mitmachen und Begreifen hat gezeigt: Mathematik kann Freude machen, Neugier wecken und zum Weiterdenken anregen.
Die Idee für die Ausstellung lieferten Elisabeth Niggemeyer und Nancy Hoenisch: Sie wollten spielerisch eine Brücke zwischen der abstrakten Welt des Erwachsenen zur Welt der Kinder bauen. Eine Kleingruppe des Kinderhauses besuchte die Ausstellung von Niggemeyer und Hoenisch in Weiterstadt im vergangenen Herbst. Das war für die Kinder wie für die Erzieherinnen eine so positive Erfahrung, dass sie die Ausstellung für alle Kinder des Kinderhauses kurzerhand nachbauten.
Fünf verschiedene mathematische Bereiche wurden für die Kinder als Inseln dargestellt, die zusammen „bereist“ wurden. So gab es zum Beispiel die Insel Durcheinander. Auf dieser Insel drehte sich alles um die Frage: Passen Dinge zusammen, wenn ja warum, warum nicht?
Eine große Kiste mit unterschiedlichen Materialien musste von den Kindern sortiert oder „aufgeräumt“ werden. Dabei entwickelten die Kinder ganz unterschiedliche Muster. Sie sortierten nach Farbe, Material, Beschaffenheit oder Größe. Auch sich selbst sortierten die Kinder - nach Körpergröße, Haarfarbe, Alter, Gruppenzugehörigkeit.
Nach der Reise auf alle fünf Inseln bekam jedes Kind eine Krone und Urkunde und wurde zur Mathe-Queeen oder zum Mathe-King gekrönt.
Bilder zur Ausstellung finden Sie in der Bildergalerie, eine ausführliche Dokumentation liegt im Kinderhaus bereit.



