Voller Wunder ist die Erde
Jedes Jahr im Herbst ist die Schöpfungsgeschichte in der Regenbogengruppe besonders präsent: Aus der Fülle des Sommers und den Angeboten, die die Natur im Herbst macht, erfahren die Kinder und die Erzieherinnen in allen Bereichen des Alltags: „Voller Wunder ist die Erde“.
Dieses Jahr kamen die Kinder auf die Idee, all diese Wunder in einem Museum auszustellen. Und das kam so: Ein Junge brachte von zu Hause verschiedene Gegenstände aus dem Garten mit und stellte diese in einen Glaskasten. Die Erzieherinnen meinten daraufhin: „Das ist ja fast wie in einem Museum.“ Darauf die Kinder: „Au ja, wir machen ein Museum!“
Jeden Tag brachte daraufhin ein anderes Kind etwas Wunderbares von zu Hause mit. Einen Kürbis, eine Muschel, einen besonders geformten Stein, große Blätter von Platanen…
Stück für Stück entstand so eine bunte Sammlung an Ausstellungsgegenständen.
Nun galt es, diese noch ungeordneten Gegenstände zu ordnen und in ein System zu bringen, um sie Besuchern präsentieren zu können. Mit den älteren Kindern der Gruppe wurde erarbeitet, was zu einem Museum gehört. Ein passender Raum für die Ausstellung wurde hergerichtet, Ausstellungskartons wurden bemalt. Dann übernahmen zu jedem Ausstellungsthema je 1-2 Kinder die Verantwortung und übernahmen dort die Beschriftung der Gegenstände. Außerdem organisierten die Kinder gemeinsam eine Kasse und das Kassenpersonal, luden die Eltern zur Eröffnung ein, hängten ein Band vor die Tür, dass bei der feierlichen Eröffnung durchschnitten wurde: Die Aufgaben bis zur Eröffnung waren zahlreich und wurden von allen Kindern im Bewusstsein ihrer Bedeutung zu Ende gebracht.
Die Themen der Ausstellung sind so unterschiedlich wie die Interessen der Kinder. In der Auseinandersetzung mit den Gegenständen entstanden Erkenntnisse wie: „Die Kerne der Sonnenblume kann man essen“ oder “Aus Holz werden Streichhölzer gemacht“.
Oder etwas zum Schauen: „Ein Stein in einem anderen Stein“, Oder etwas zum Anfassen: „Wüstensand aus Tunesien zum Fühlen“. Der Kasten „Schätze aus dem Meer“ erklärt, warum manche Schnecken im Meer und andere wiederum an Land leben.



